Rehabilitierung der Wasserversorgung Kakanj

Land: Bosnien-Herzegowina

Projektdauer: 05/2003 - 06/2004

Kunde: Gemeinde Kakanj, KfW Entwicklungsbank

Investitionsbudget: EUR 4,000,000

Beschreibung:

Die Stadt Kakanj hat eine Bevölkerung von 30.000 Einwohnern und befindet sich rund 40 km nördlich von Sarajevo, im Kanton Zenica-Doboj. Ihre Wirtschaft und auch das soziale Gefüge waren stark von den lokalen Kohlenminen beeinflusst. Die Minengesellschaft hat einen Großteil der städtischen Infrastruktur und auch das Wasserversorgungssystem gebaut. Aufgrund mangelhafter Wartungsarbeiten während und nach dem Krieg verschlechterte sich der Zustand der Infrastruktur zusehends.

Projekt:

Das Wasserwerk Kakanj konnte eine 24-stündige Wasserversorgung nicht mehr bereitstellen. Das System war von häufigen Zusammenbrüchen, instabilen Versorgungsverhältnissen und mangelnder Wasserqualität gekennzeichnet.

Ein Sanierungsprogramm, welches mit der KfW abgestimmt wurde, beinhaltet die komplette Rehabilitierung des Wasserversorgungssystems. Das Programm inkludiert zunächst eine Bestandsaufnahme und Beurteilung des gesamten Systems, die Identifikation von Mängeln und Schwachstellen, und, daraus resultierend, die Formulierung der Rehabilitierungsmaßnahmen. Das ursprüngliche Konzept sah die Sanierung und Erweiterung einer Grundwasser-Brunnenfeldes vor. Es wurden intensive Pumpversuche im Brunnenfeld durchgeführt, welche zeigten, dass die Kapazität des Aquifers nicht ausreichte bzw. es zu Qualitätsverschlechterung des Grundwassers bei hohen Pumpmengen kam. Die Konsequenz daraus war, dass die Sanierung einer alten und sich in schlechtem Zustand befindlichen Oberflächenwassseraufbereitungsanlage notwendig wurde.

Die Sanierungsarbeiten inkludieren schließlich die Konstruktion einer neuen Flusswasserfassung mit einem Sandfang, eine komplette konventionelle Wasseraufbereitungsanlage mit einer Kapazität von 130 l/s, inklusive eines Chemikalienzubereitungsgebäudes, die Sanierung des Brunnenfeldes, die Rehabilitierung von 180 km Transport- und Verteilleitungen, den Austauch der Hausanschlüsse, Wasserzähler für alle Anschlüsse, ein neues SCADA System, die Optimierung des Oberflächenwasseraufbereitungsverfahrens und Personalschulungen. Zusätzlich beinhaltet das Projekt institutionelle Untersützungsmaßnahmen für das Wasserwerk, die Erstellung eines Tarifmodells und die Präsentation der Ergebenisse vor dem Gemeinderat.


Erbrachte Leistungen: Posch & Partners war bauftragt mit allen Dienstleistungen betreffend
  • der Wasseraufbereitungsanlage
  • des Transports und der Wasserspeicherung
  • des Tarifmodells und
  • der Präsentation den Entscheidungsträgern gegenüber